1. KfW-Förderkredit - Darlehen für Solarspeicher und PV- Anlagen
2. Warum der Photovoltaik-Kredit nicht von jeder Hausbank angeboten wird
3. Regionale Solarförderungen - Zuschüsse der Bundesländer und Städte im Überblick
4. Gesetzliche Einspeisevergütung für Solarstrom - 20 Jahre garantiert
5. Reform des Energiewirtschaftsrechts in 2025 - Änderung bei der Einspeisevergütung
6. Einspeisevergütung oder hitöherer Eigenverbrauch mit Solarspeicher - was lohnt sich eher ?
7. Diese Solarspeicher steigern den Eigenbedarf
8. Steuerliche Entlastungen seit 2023 - darum ist der Erwerb einer PV- Anlage mit Stromspeicher auch 2025 attraktiv
9. Amortisation einer PV- Anlage nach 8-12 Jahren
10. Fazit: Darum lohnt sich eine PV- Anlage auf fast jedem Hausdach
In den vergangenen Jahren haben sich die Förderprogramme und Zuschüsse für die Installation von Photovoltaikanlagen (PV) und Stromspeichern kontinuierlich weiterentwickelt. Neben kommunalen Förderprogrammen für Photovoltaik, wurden die Förderprogramme für Batteriespeicher seit 2023 stark ausgebaut. Was in 2025 neu ist und worauf Sie bei Ihrer Entscheidung achten sollten, erläutern wir in diesem Beitrag.
KfW-Förderkredit - Darlehen für Solarspeicher und PV- Anlagen
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zinsgünstige Darlehen für die Errichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen sowie für die Installation von Stromspeichern an. Der maximale Kreditbetrag pro Vorhaben beträgt 150 Millionen Euro. Allerdings ist der Kredit nicht für jeden attraktiv. Warum das so ist, erfahren Sie weiter unten.
Förderfähige Maßnahmen:
- Photovoltaikanlagen: Installation auf Dächern, Fassaden oder Freiflächen.
- Stromspeicher: Integration von Batteriespeichern zur effizienten Nutzung des erzeugten Solarstroms.
Konditionen:
- Kreditbetrag: Bis zu 100 % der Nettoinvestitionskosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben.
- Laufzeit: Bis zu 30 Jahre mit bis zu 20 Jahren Zinsbindung.
- Zinssatz: Abhängig von Bonität und Sicherheiten des Antragstellers; genaue
Konditionen sind bei der Hausbank zu erfragen.
Beispielrechnung: Angenommen, Sie planen die Installation einer Photovoltaikanlage mit folgenden Parametern:
- Investitionskosten: 30.000 Euro
- Kreditbetrag: 30.000 Euro
- Laufzeit: 20 Jahre
- Zinssatz: 3,71 % (Beispielwert; tatsächlicher Zinssatz kann variieren)
Warum der Photovoltaik-Kredit nicht von jeder Hausbank angeboten wird
Die Darlehenszinsen für das KfW Programm haben sich zuletzt verteuert. Der günstigste effektive Jahreszins betrug Ende 2024 im günstigsten Fall 4,53% (Quelle: Finanztipp). Für die Hausbanken, über die der Kredit beantragt werden muss, rentiert sich die Vermittlung aufgrund der niedrigen Kreditsummen zudem oft nicht. Dies hat zur Folge, dass viele Hausbanken diesen gar nicht erst anbieten.
Für detaillierte Informationen und aktuelle Konditionen, besuchen Sie die offizielle KfW-Webseite: Offizielle KfW Webseite
Regionale Solarförderungen - Zuschüsse der Bundesländer und Städte im Überblick
Viele Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Zuschüsse oder Förderprogramme an. Seit 2025 ist die Förderung für Stromspeicher zudem auf ganz Deutschland ausgeweitet worden.
Baden-Württemberg: Das Förderprogramm "Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher" unterstützt die Installation von Batteriespeichern in Kombination mit neuen PV-Anlagen. Die Förderung beträgt 200 Euro pro Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität.
Stuttgart: Im Rahmen der "Solaroffensive" werden PV-Anlagen auf Gebäuden mit 350 Euro pro Kilowattpeak (kWp) gefördert; auf denkmalgeschützten Gebäuden sind es bis zu 450 Euro pro kWp.
Heidelberg: Die Stadt gewährt für Dach-PV-Anlagen einen Zuschuss von 100 Euro pro kWp, bis zu einer maximalen Förderung von 10.000 Euro. Für aufgeständerte Anlagen auf Grünflächen oder Fassaden gibt es höhere Zuschüsse.
Wiesbaden: Das Programm "Solaranlagen" bietet Zuschüsse für PV-Anlagen und Batteriespeicher, gestaffelt nach Leistung, mit einem maximalen Betrag von 500 Euro.
Köln: Die Stadt Köln fördert die Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern im Rahmen des Programms "Klimafreundliches Wohnen". Für Batteriespeicher beträgt die Förderung 150 Euro pro Kilowattstunde (kWh) Bruttospeicherkapazität. Bitte beachten Sie, dass eine Doppelförderung mit der "Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude" (BEG WG) ausgeschlossen ist.
Nordrhein-Westfalen: Das Landesprogramm "progres.nrw" bietet Zuschüsse für verschiedene Photovoltaik-Projekte. Beispielsweise werden Floating- und Agri-Photovoltaikanlagen mit bis zu 1.000.000 Euro gefördert, was maximal 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben entspricht. Förderfähig sind Anlagen ab 100 Kilowattpeak (kWp) installierter Leistung, die während ihrer Nutzungsdauer keine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Anspruch nehmen.
Regensburg: Für Photovoltaikanlagen gewährt die Stadt einen Zuschuss von 100 Euro pro kWp installierter Leistung, bis zu einem maximalen Zuschuss von 1.500 Euro für eine Anlage mit 15 kWp. Anlagen in Kombination mit einem Gründach, auf denkmalgeschützten Gebäuden oder als Fassaden-PV erhalten einen zusätzlichen pauschalen Zuschuss von 200 Euro.
Zu beachten ist, dass Förderprogramme regelmäßigen Änderungen unterliegen können. Es ist daher empfehlenswert, die aktuellen Informationen auf den offiziellen Websites der jeweiligen Städte oder Bundesländer zu prüfen. Eine aktuelle Übersicht dazu bietet auch der ADAC: Übersicht über regionale Förderprogramme
Gesetzliche Einspeisevergütung für Solarstrom - 20 Jahre garantiert
Wer seinen selbst erzeugten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist, erhält dafür eine feste Vergütung. Die Auszahlung erfolgt durch den Netzbetreiber, bei welchem man sich dafür registrieren muss. Voraussetzung ist zudem die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur: Link zur offiziellen Seite der Bundesnetzangetur.
Das besondere: Die Einspeisevergütung ist festgelegt und wird für 20 Jahre lang garantiert. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Höhe der Einspeisung in das öffentliche Netz.
Aktuelle Vergütungssätze (Stand: Februar 2025):
Überschusseinspeisung:
- Bis 10 kWp: 7,94 Cent/kWh
- Bis 40 kWp: 6,88 Cent/kWh
- Bis 100 kWp: 5,62 Cent/kWh
- Bis 10 kWp: 12,60 Cent/kWh
- Bis 40 kWp: 10,56 Cent/kWh
- Bis 100 kWp: 10,56 Cent/kWh
Reform des Energiewirtschaftsrechts in 2025 - Änderung bei der Einspeisevergütung
Für PV- Anlagen ab 01.02.2025: Sinkende Einspeisevergütung
Technologische Entwicklung, sinkende Herstellungskosten für PV-Anlagen und die steigende Marktdurchdringung von Solarstrom sind Gründe dafür, warum die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom kontinuierlich sinkt.
Zurzeit unterliegt die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen in Deutschland einer regelmäßigen, halbjährlichen Reduzierung von 1 %. Diese Degression erfolgt jeweils zum 1. Februar und 1. August eines Jahres. Für Anlagen bis 10 Kilowattpeak (kWp) installierter Leistung gelten seit dem 1. Februar 2025 die oben aufgelisteten Vergütungssätze.
Ab dem 1. August 2025 werden diese Sätze auf 7,87 Cent pro kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,48 Cent pro kWh (Volleinspeisung) abgesenkt.
Keine Vergütung mehr für PV- Strom bei negativen Strompreisen
Das neue Solarspitzengesetz, das Anfang 2025 in einem Gesetzespaket beschlossen wurde, regelt eine flexible Einspeisevergütung. Hintergrund sind schwankende Strompreise, die durch die schwankende Menge an eingespeisten Strom in das öffentliche Netz zustande kommen. Wenn durch Windräder und Solaranlagen mehr Strom erzeugt wird als benötigt wird, dann entstehen negative Strompreise.
Die neue Regelung soll die Kosten entsprechend regulieren bzw. den Staat finanziell entlasten, indem die Einspeisevergütung für Solarstrom in Zeiten von Stromspitzen ausgesetzt wird. Diese Regelung gilt für Photovoltaik- Anlagen, die ab Ende Februar 2025 in Betrieb gehen und die mit einem Smart Meter ausgestattet sind. Dieser ermöglicht zudem, Zeiten mit negativen Strompreise zu erfassen und diese an die 20 jährige Einspeisevergütung anzuhängen.
Einspeisevergütung oder höherer Eigenverbrauch mit Solarspeicher - was lohnt sich eher ?
Eine hohe Einspeisung in das Netz erhöht die Vergütung, reduziert aber auch die Wirtschaftlichkeit Ihrer Solaranlage. Wer am Anfang geringere Anschaffungskosten plant und dabei z.B. auf einen Stromspeicher verzichten möchte, der profitiert von der Einspeisevergütung, wenn er den selbst erzeugten Solarstrom nicht bzw. nur teilweise selber nutzt. Dem gegenüber steht der Verlust des Eigenverbrauchsanteils und die sinkende Einspeisevergütung, was den wirtschaftlichen Nutzen der Solaranlage verringert.
Ein effizienter Stromspeicher, der den Anteil des Eigenverbrauchs am erzeugten Solarstrom erhöht, ist zwar mit höheren Anschaffungskosten verbunden, verspricht dafür aber eine längerfristige Wirtschaftlichkeit. Denn wer den selbst produzierten Strom selbst nutzt, kann auf lange Sicht von niedrigeren Stromkosten profitieren. Der Eigenverbrauch wird wirtschaftlich immer interessanter. Zudem ist eine geringere Abhängigkeit von den Strompreisschwankungen und den Netzentgelten gegeben. Darüber hinaus werden Stromspeicher in Deutschland mit verschiedenen Förderprogrammen bezuschusst.
Die Einspeisevergütung bietet kombiniert sicherlich eine attraktive Ergänzung zum Eigenbedarf. Insgesamt ist ein steigender Eigenbedarf mit Stromspeicherung aber langfristig attraktiver, als die dauerhafte Volleinspeisung in das öffentliche Netz.
Diese Solarspeicher steigern den Eigenbedarf
Wer seinen selbst erzeugten Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage speichern und so für den Eigenbedarf nutzen will, für den steht inzwischen eine Vielzahl hocheffizienter Energiespeicher namhafter Hersteller zur Auswahl. Hinter Marken wie Sungrow, Dyness und Sofar verbergen sich globale Player mit hochgradig innovativen Technologien. Lesen Sie dazu auch unsere Artikel zu Energiespeichern:
Energiespeicher von Dyness - der Gamechanger für Haushalt mit Solaranlage
Sungrow Speicher und Wechselrichter - die perfekte Energiespeicherlösung fürs Zuhause
Sofar Speicher und Wechselrichter - maßgeschneidertes Energiemanagement mit höchster Effizienz
Steuerliche Entlastungen seit 2023 - darum ist der Erwerb einer PV- Anlage mit Stromspeicher auch 2025 attraktiv
Dank staatlicher Förderungen gibt es seit 2023 umfassende steuerliche Erleichterungen, welche einen starken Anreiz für den Erwerb von Solaranlagen und Stromspeicher liefern sollen. Folgende Entlastungen sind geregelt:
Mehrwertsteuerbefreiung: Seit 2023 sind PV-Anlagen und zugehörige Stromspeicher von der Mehrwertsteuer befreit, was die Anschaffungskosten reduziert.
Einkommensteuerbefreiung: Die Einspeisung von Strom aus PV-Anlagen bis zu einer Größe von 30 kWp ist von der Einkommensteuer befreit.
Amortisation einer PV- Anlage nach 8-12 Jahren
Eine übliche Photovoltaik- Anlage für ein Einfamilienhaus (8 - 15 kWp) amortisiert sich nach durchschnittlich 8-12 Jahren und sorgt danach für nahezu kostenlosen Strom.
Nachfolgendes Diagramm zeigt beispielhaft die Amortisation einer PV-Anlage. Es zeigt, wie die Investitionskosten durch jährliche Einsparungen nach etwa 10 Jahren ausgeglichen werden. Danach beginnt die Anlage, Gewinne zu erwirtschaften.
Erläuterung:
- Anschaffungskosten: 12.000 €
- Jährliche Einsparung durch Eigenverbrauch und Einspeisung: 1.200 €
- Zeitraum: 20 Jahre
- Amortisationszeitpunkt: ca. 10 Jahre
Nach 20 Jahren beträgt der finanzielle Vorteil bereits +12.000 €. Da eine PV-Anlage oft über 25–30 Jahre funktioniert, können noch viele weitere Jahre Ersparnisse erzielt werden.
Fazit: Darum lohnt sich eine PV- Anlage auf fast jedem Hausdach
Durch die Eigennutzung des erzeugten Solarstroms können Haushalte ihre Stromkosten erheblich senken. Selbst wenn nicht der gesamte Strom direkt genutzt wird, lässt sich der überschüssige Strom ins Netz einspeisen und vergüten. Dies führt zu einer Stromkostenersparnis.
Zudem sind die Preise für PV-Module und Stromspeicher in den letzten Jahren stark gefallen, während die Technologie effizienter geworden ist. Förderprogramme, zinsgünstige Kredite und Steuerentlastungen erleichtern darüber hinaus die Finanzierung.
Wer 2025 in eine Solaranlage mit optionalem Stromspeicher investiert, reduziert nicht nur seine Abhängigkeit von steigenden Strompreisen, sondern sorgt letztendlich auch für eine Wertsteigerung der eigenen Immobilie.